Renate Moennich

Zum Tod von Renate Mönnich

Mit großer Trauer habe ich vom Tod von Renate Mönnich erfahren. Das Vogtland verliert mit ihr eine prägende Stimme der Mundart, Falkenstein eine geschätzte Persönlichkeit – und viele von uns eine Frau, die über Jahrzehnte hinweg Heimatgefühl in Worte gefasst hat.

Als „Meta“ hat Renate Mönnich fast drei Jahrzehnte lang Woche für Woche den Menschen im Vogtland „aufs Maul geschaut“ – liebevoll, pointiert und niemals verletzend. Ihre Kolumne „Be uns drham“ war für viele ein fester Bestandteil des Samstags, ein Spiegel des Alltags und zugleich ein Stück gelebter Identität. Sie verstand es wie kaum eine andere, Humor, Bodenständigkeit und kluge Beobachtung miteinander zu verbinden und damit die vogtländische Mundart weit über die Region hinaus sichtbar zu machen.

Auch persönlich habe ich Renate Mönnich in bester Erinnerung: In meiner Kindheit war sie mir als Hortnerin eine wichtige Begleiterin, aufmerksam, herzlich und mit einem feinen Gespür für Menschen. Diese Eigenschaften haben sie ein Leben lang ausgezeichnet – ebenso wie ihr Engagement für Kultur, Sprache und Gemeinschaft.

Für ihr Lebenswerk wurde sie zu Recht geehrt. Doch ihr größtes Vermächtnis sind ihre Geschichten, ihre Figuren und ihre unverwechselbare Art, das Vogtland zu beschreiben. Sie wird fehlen – aber sie bleibt präsent in ihren Texten und in den Erinnerungen vieler Vogtländerinnen und Vogtländer.

Mein Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.

Schänn Dank, liebe Meta – und machts gut.